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Gutes entsteht vor allem dann, wenn man es nicht nur für sich behält

Gutes entsteht vor allem dann, wenn man es nicht nur für sich behält

"Nichts ist so beständig, wie der Wandel" - sagte einst sinngemäss der griechische Philosoph Heraklit von Ephesos. Wie recht er mit seiner Anschauung in den 2500 Jahren nach seine Tod behalten sollte. Mehr denn je diktiert der Wandel heute unser Leben, oder unser Leben den Wandel, je nach Sichtweise. Krieg, Krisenherde, steigende Inflation, Flüchtlingswelle, Terrorismus, wirtschaftliche Instabilität, Armut, begrenzte Energieressourcen, Fachkräftemangel, Umweltzerstörung, gesellschaftliche Spannungen, Pandemie... Vieles wurde dazu schon gesagt, geschrieben, gehört, gesehen. Und es gäbe noch vieles zu sagen, schreiben, hören und sehen. Ohne die Bedeutung dieser Themen für die Menschheit aktuell und unsere langfristige Zukunft abzuwerten: Fokussieren wir mit Blick auf das kommende Jahr das Gute, Es ist das, was uns am Leben erhält, uns Perspektive gibt und Grundlage unserer Urteile sein sollte. Doch was ist gut? Das ist eine Frage der Optik jedes Einzelnen, ist aber auch eine gesellschaftlich verpflichtende Frage in einem modernen, erfolgreichen und demokratischen Land wie der Schweiz. Jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten. Der warme Winter ist schlecht für Flora und Fauna, schlecht für die Tourismusdestinationen. Gut ist er für die, welche geringeren Ressourcenverbrauch anstreben oder sich gerne auch im Winter mit dem Rennvelo draussen fortbewegen. Das prognostizierte Bevölkerungswachstum in unserem Bezirk ist schlecht für den, der Dichtestress befürchtet, schlecht für jene, die grüne Flecken schätzen. Gut ist es für die, welche sich wirtschaftliche Prosperität wünschen, gut für die, welche sich mehr Gewicht für die Region auf der kantonalen Landkarte wünschen. Digitalisierung und Automatisierung im Alltag sind gut für die, welche effiziente Abläufe anstreben, gut für jene, die auf körperliche Entlastung hoffen. Schlecht ist sie hingegen für die, welche den hohen Investitionskosten nicht gewachsen sind, schlecht für den, der mit der wachsenden Komplexität nicht Schritt zu halten imstande scheint. Jeder Mensch hat sein eigenes Verständnis von gut und schlecht, von wertvoll und nachteilig. Neben dem Streben nach Individualität sollte in der Beurteilung auch stets der Gedanke ans Gemeinwesen mitwirken. Jede Haltung, jede Handlung hat eine Auswirkung - auf uns selbst und unsere soziale Umwelt, auf unser eigenes Heute und auf das Morgen anderer. Gutes entsteht vor allem dann, wenn man es nicht nur für sich behält. Darum: Rücken wir das Bestmögliche für uns und unsere Mitmenschen ins Zentrum im Jahr 2023.

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Weitere Beiträge

13.11.2023
Auch die neuen Pläne zum Seeufer sorgen für Emotionen

Wenn es um die Gestaltung des Seeufers geht, wird die Stimmung in Thalwil zuweilen gehässig. So auch an einem Podiumsgespräch, welches ich in Co-Moderation mit David Scholz leiten durfte. Die Trotte in Thalwil war so voll, wie das Seeufer an einem Sonntag im Hochsommer. Und genau darum ging es denn auch: um das Seeufer. Rund 100 Interessierte kamen an die traditionellen Chiflete, welche von der FDP Thalwil organisiert war. Diskutiert wurden die beiden Varianten zur Seeufergestaltung des rund 340 Meter langen Seeuferabschnitts im Gebiet Bürger. Nächsten März werden Thalwils Stimmberechtigte über diese beiden Varianten an der Urne abstimmen. Bei der einen wird der Hafen Bürger mit seinen 56 Bootsplätzen aufgehoben, bei der anderen nicht. Bei beiden Vorschlägen gleich ist, dass der Uferabschnitt neu durchgehend verbunden sein wird. Bis anhin trennte der Hafen die beiden Badis Bürger I und II. Der zuständige Gemeinderat Adrian Schmidlin (Die Mitte) erläuterte die Varianten zu Beginn. Wenn alles nach Plan laufe, werde das neue Seeufer hoffentlich in der Badi Saison 2028 fertig sein. Die Gestaltung der beiden Varianten ist aktuell nicht mehr gross beeinflussbar, das sorgte für Unmut und gehässigen Kommentaren aus dem Publikum. Die Wogen gingen hoch und es wurde für mehr Biodiversität, weniger Bootsplätze und kaum Veränderungen plädiert. Zum Schluss sorgte eine brisante neu Info für ein Raunen im Publikum: die Ausgleichsflächen (Schilfufer), welche geschaffen werden müssen, hätten angeblich im Horgner Hernepark finanziert werden können. Dies wurde vom anwesenden Gemeinderat nicht direkt bestätigt, Er sagte lediglich, dass Gespräche stattgefunden hätten. Versöhnend zum Schluss, meinte ein Teilnehmer aus dem Publikum: Man solle unbedingt die vielen positiven Aspekte nicht vergessen. Er erntete dafür Applaus.

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07.07.2023
FDP & Friends - Sommerparty vom 5. Juli 2023

Über 70 FDP-ler und Freunde, darunter viele Kinder und auch einige Nationalratskandidaten, folgten unserer Einladung zum Plattentreff Thalwil. Zum Glück gibts im Vorstand Persönlichkeiten, die unter anderem hervorragende Catering - Fähigkeiten an den Tag legen. So mussten eine Stunde vor Beginn der Party eigentlich nur noch die FDP Ballons aufgehängt und einige Getränke kalt gestellt werden. Pünktlich zu Beginn der Party riss der Himmel auf und so zeigte sich auch Thalwil "meh Blau". Somit stand einem gemütlichen Abend nichts mehr im Weg. Es war sehr schön zu sehen, wie sich die zahlreichen Gäste nach und nach einfanden, bei Wurst, Salat und Getränken den Austausch mit unsern Vertretern der Exekutive (Hans Ruedi Kölliker, Thomas Henauer, Thomas Hunziker und Peter Klöti) suchten oder sich Informationen über die anwesenden Nationalratskandidat*innen (Bettina Balmer, Sonja Rueff Frenkel, Matthias Müller, Roland Zehnder und Peter Metzinger) direkt beschaffen konnten. Kurz gesagt ein rundum gelungener Anlass, der nach einer Wiederholung im kommenden Sommer schreit! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön meinen Vorstandskollegen (Petra Ganz, Martin Rauber, David Scholz, Karl Theiler, Meriton Krasniqi, Pleurat Ajrizi und Felix von Rechenberg) für diesen Anlass.

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19.05.2023
Lourdes: Glaube als Medizin - Hilfe oder Hokuspokus?

Lourdes ist eine französische Stadt im Département Hautes-Pyrènées mit ca. 14500 Einwohnern, auf der Höhe von 420 Metern in der Nähe der spanischen Grenze gelegen. Der von Süden kommende Fluss Gave fliesst mitten durch die Stadt. Lourdes gehört zum Bistum Tarbes und seit 1858, als der damals 14-jährigen Bernadette, Maria erschien, zu den bedeutendsten Maria-Wallfahrtsorten der Welt. Jährlich pilgern Millionen von Menschen zu der Gnadenstätte. Sie trinken vom Wasser, waschen sich damit, entzünden Kerzen und beten für ihre Anliegen an der Grotte. Nach 3-jähriger Coronazwangspause nahm auch ich dieses Jahr wieder an der Wallfahrt (begleitet durch Bischof Joseph Maria Bonnemain, Bischof von Chur) teil. Allerdings nicht als Helferin im Accueil NDL (Notre Dame de Lourdes), wie ich dies während vielen Jahren seit 2001 tat, sondern als Sängerin im Kirchenchor unter der Leitung von Lucia Canonica. Unser Chor ist zusammengewürfelt aus verschieden Sänger*Innen der deutschen und rätoromanischen Schweiz. Wir traffen uns einmalig vor der Reise zu einem Probeanlass, erhielten da unser Repertoire und wussten, was wir bis zur Abreise zu lernen hatten. Auch in Lourdes trafen wir uns dann regelmässig ausserhalb der Gottesdienste, die wir musikalisch umrahmen durften, zur Chorprobe. Eine wunderbare Erfahrung die mir viele Emotionen als Erinnerung mit nach Hause gab. Ausserdem blieb mir mehr Zeit für mich und meine persönlichen Anliegen, als dies jeweils in den vergangenen Jahren möglich war. Ob ich mich im nächsten Jahr wieder als Helferin im Accueil oder eher im Chor auf die Reise begebe, kann ich zur Zeit nicht sagen. Einzig das Datum steht schon fest; nächstes Jahr findet die interdiözesane Wallfahrt nach Lourdes vom 12. April bis 18. April 2024 statt.

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